COMPANY BLOG OF THE SCHEUCH GROUP

Wie aus „kein richtiger Plan“ ein Traumjob wurde

Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen wird Zusammenhalt und Loyalität großgeschrieben. Bereits vor der Covid-19-Krise haben wir Roman Stüber, Key Account Manager bei Scheuch COMPONENTS zu einem kleinen Interview gebeten. Nun möchten wir mit dem Artikel über unseren Mitarbeiter mit rund 30 Jahren Firmenzugehörigkeit zeigen, dass die vermeintliche Unvereinbarkeit von Beständigkeit und Veränderung immer schon zur Firma Scheuch gehört hat und wir mit vereinten Kräften auch diese Krise meistern werden.

 

Sprung ins Jahr 1990 – Roman Stüber ist 15 Jahre alt, in der Schule laut eigenen Aussagen „etwas faul und einen richtigen Plan hatte ich auch nicht wirklich“. Er wohnt mit seinen Eltern in Ried, direkt gegenüber dem damaligen Standort der Firma Scheuch. „Wir haben von unserer Wohnung aus direkt in den Eingangsbereich der Produktionshalle schauen können und ich habe mich immer wieder gefragt wo die Leute da in der Früh alle hingehen und welche Tätigkeiten ausgeübt werden. Richtig vorgeschlagen, da sie einige Leute in der Firma kannte, hat Scheuch als potenziellen Arbeitgeber aber meine Mutter. So habe ich am 20. August 1990 als Maschinenschlosser meine Lehre mit 10 weiteren Lehrlingen bei der Firma Scheuch begonnen,“ erzählt Roman. 1990 hatte das Unternehmen Scheuch zirka 200 Mitarbeiter, es wurden aber bereits zeitgleich rund 18-20 Lehrlinge ausgebildet.

Lehre – damals und heute
Wie sah eine Lehre bei Scheuch damals aus? „Wir hatten damals einfach noch nicht diese vielen automatisierten Maschinen zur Verfügung. Als ich noch ein Lehrling war haben wir zum Beispiel Rahmen für Ventilatoren die heute mit einem Laser zugeschnitten werden noch zusammengeschweißt, jedes Loch einzeln aufgerissen und an der Ständerbohrmaschine gebohrt. Da kam es auch schon mal vor, dass ein Lehrling einige Tage durchgehend an der Ständerbohrmaschine stand und die ganze Zeit dieselbe Tätigkeit ausführen musste. Und auch wenn sich das nach einem Klischee anhört – ja fürs Putzen und für die Sauberkeit waren wir natürlich auch zuständig,“ sagt Roman Stüber. An Samstagen zu arbeiten war eine Selbstverständlichkeit was ich auch sehr gerne gemacht habe, um die Jause kümmerte sich damals aber der Meister, Herr Max Buttinger, persönlich: „Um halb acht am Morgen hat unser Meister wegen der Jause durchgefragt. Eine ganz klassische Bestellung war 20/2 – das hieß 20dag Leberkäse und zwei Semmerl dazu,“ berichtet uns Roman.

Laut Roman hat sich in der Lehrlingsausbildung in den vergangenen Jahrzehnten einiges getan – ein Griasdi oder Servas gab es am Anfang aus Respekt nicht. „Doch was ich bei manchen Lehrlingen gar nicht haben kann ist, wenn sie nicht auf ihre guten Manieren achten. ‚Bitte‘, ‚Danke‘, ‚Grias di‘ und ‚Pfiat di‘ gehören für mich einfach dazu, beruflich und privat. Und das sage ich ihnen auch wenn sie es nicht machen. Meine Meinung ist generell: Fehler in der tägliche Arbeit können immer passieren, wichtig ist aber, dass man daraus lernt und dieselben Fehler nicht wieder vorkommen. Höflichkeit und ein guter Umgangston sind auch ein absolutes Muss. Das habe ich auch von daheim so mitbekommen und sollte meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit sein.

Auf die Frage, was in den Jahren bei Scheuch seit seiner Lehre immer gleichgeblieben ist, hat Roman sofort eine Antwort parat: „Der Zusammenhalt unter den Kollegen, die Chance sich weiterzuentwickeln und die Familie Scheuch als Arbeitgeber sind für mich ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Ich gehe jeden Tag sehr gerne in die Arbeit,“ berichtet Roman.

Veränderung trifft auf Beständigkeit
Dass man sich kontinuierlich weiterentwickeln und dabei der Firma trotzdem treu bleiben kann, beweist Romans Lebenslauf: „Dass ich meinen gelernten Job nicht bis an mein Lebensende ausführen werde, wusste ich von Anfang an. Aber ich habe die Lehre durchgezogen und abgeschlossen. Nach dem Bundesheer, dem absolvierten WIFI Kurs als Detailkonstrukteuer und einiger Zeit als Maschinenschlosser wechselte ich im Jahr 1996 ins Büro als Konstrukteur für Schallschutz.“ Auch im Büro sieht die Scheuch Welt noch ziemlich anders aus als heute: Die Zeichnungen in der Konstruktion wurden in 2D gemacht, Dokumente wurden mit Fax oder auch der Post versendet und in gewissen Büros durfte sogar noch geraucht werden. Insgesamt hat Roman mehr als 20 Aus- und Weiterbildungen gemacht, hat mehrere Jahre als Projektleiter für die Steine-Erden-Industrie gearbeitet, dann wieder als technischer Konstrukteur für Schallschutz und Ventilatoren. „Mir war der Kundenkontakt immer wichtig, ich wollte gemeinsam mit den Menschen auf der anderen Seite Projekte erfolgreich umsetzen. Ich finde es wahnsinnig wichtig sich immer wieder weiterentwickeln, etwas Neues sehen und lernen können. Für viele bedeutet dies ein Wechseln der Firma, ich hatte das große Glück und die Unterstützung intern wechseln zu können. Die Firma hat mir ja immer ‚getaugt‘“, sagt Roman.

Mein persönlicher Traumjob
So kam Roman nun auch zu seinem Traumjob: In der Ventilatorkonstruktion hatte er schon immer sehr viel Kontakt zu den Kollegen der Scheuch COMPONENTS. Nach mehreren Gesprächen mit einigen Kollegen und dem Business Unit Leiter Michael Brandl hat sich Roman für den Vertrieb beworben. „Den Job den ich jetzt mache, ist mein absoluter Traumjob. Als Key Account Manager bin ich ständig mit dem Kunden in Kontakt. Außendienst gehört natürlich dazu, aber auch nicht zu oft, das war mir wichtig, damit sich das gut mit der Familie vereinbaren lässt. Wir haben auch in der Abteilung einen super Zusammenhalt, arbeiten lösungsorientiert und gehen aus Besprechungen mit handfesten Vereinbarungen raus, mit denen man weiterarbeiten kann. Auch in Zeiten der Corona Krise halten wir zusammen und lassen uns nicht unterkriegen – weder als Unternehmen, noch als Kollegen. Und das schätze ich momentan am Meisten.“