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Frauenpower bei Scheuch

Zwei Lebensläufe, die nicht unterschiedlicher sein könnten – und trotzdem üben Carina Brandstetter und Viktoria Schachinger heute beinahe denselben Job aus. Die beiden jungen Frauen sind bei Scheuch COMPONENTS als Sales Engineer angestellt und kalkulieren täglich Projekte für das Sales Team.

 

Vollblut-Technikerin

Carina Brandstetter ist 15 Jahre jung als sie 2008 bei Scheuch eine Lehre als Maschinenbautechnikerin startet. Bereits in der polytechnischen Schule hat sie den Zweig „Metall“ gewählt: „Technische, angebliche ‚Nicht-Frauen-Berufe‘ haben mich schon immer sehr interessiert“, sagt die heute 27-jährige Innviertlerin. Damals war sie eine von drei weiblichen Lehrlingen. Es gab eine Blechtechnikerin, eine technische Zeichnerin und Carina als Maschinenbautechnikerin bei Scheuch. „Von meinem Abschluss im Jahr 2012 bis 2015 habe ich ganz normal im Ventilatorbau in der Vorfertigung gearbeitet. Dann habe ich mich entschieden, den Meisterkurs anzufangen, den ich mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen habe. Ich habe dafür Bildungskarenz genommen und nebenbei bereits im Büro gearbeitet. Ab Februar 2016 bin ich dann Vollzeit als Sales Engineer ins Büro gekommen.“ Die Vollblut-Technikerin ist seitdem Expertin für Ventilatoren aller Art.

 

Vom fleißigen Schneiderlein zur technischen Fachkraft

Wieder zurück ins Jahr 2008: Viktoria Schachinger ist in der zweiten Klasse der Modeschule Ebensee. Sie wird Schneiderin. Anschließend zieht sie für ein Jahr in die Bundeshauptstadt Wien, legt dort ihren Meister ab und arbeitet weitere zwei Jahre in einer Trachtenschneiderei. Der Beruf gefällt ihr, doch sie will noch etwas anderes sehen und bewirbt sich kurzerhand bei Scheuch. An das erste Telefongespräch mit der Personalabteilung kann sich Viktoria noch gut erinnern: „Man hat mich gefragt was ich mir für einen Job vorstellen kann. Ganz ehrlich, ich wusste schlicht und einfach nicht, was man in so einem Unternehmen im Büro macht. Meine ehrliche Antwort war: ‚Wissen Sie, ich bin noch ziemlich jung und habe zu wenig Berufserfahrung, um das beantworten zu können, aber Sie finden doch bestimmt etwas Passendes für mich‘. Naja, und hier stimmte wohl das Sprichwort ‚Ehrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg‘. Nach zwei weiteren Vorstellungsgesprächen wurde ich eingestellt.“ Viktoria startete 2015 als Sales Assistent bei Scheuch COMPONENTS. Sie war die rechte Hand des Vertriebsleiters und unterstützte zugleich das Vertriebsteam. Dabei baute sie sich viel technisches Produktwissen auf und wird Anfang 2019 zum Sales Engineer befördert. Heute ist die Powerfrau erster Ansprechpartner bei Projekten mit Zellenradschleusen und Förderschnecken.

 

Frauenpower in der Männerwelt

Die beiden Frauen sind nun vollkommen im Berufsleben angekommen. Carina Brandstetter hat für die jungen Menschen, die in den kommenden Wochen ihre Lehre starten, folgenden Tipp: „Natürlich ist es wichtig, sich gut zu überlegen, welchen Beruf man lernen möchte. Aber wie man bei mir und noch besser bei Viktoria sehen kann – man legt zwar einen Grundstein mit der Ausbildung – aber wenn man dann in einem großen, innovativen Unternehmen tätig ist, hat man immer noch die Möglichkeit, intern den Job zu wechseln. Ich denke den jungen Leuten wird oft in der Phase der Auswahl und Suche nach einem geeigneten Lehrplatz eingetrichtert: ‚Überleg dir das gut, du wirst in diesem Beruf für immer tätig sein‘. Das ist aber heute nicht mehr so. Man braucht keine Angst vor der Entscheidung zu haben“.

Viktoria, die ihre ersten Berufsjahre in einer völlig anderen Branche verbracht hat, musste sich schon sehr oft beweisen: „Ja, natürlich ist es schwieriger sich als gelernte Schneiderin in einem technischen Umfeld zu beweisen. Es braucht jede Menge Überzeugungsarbeit um die Anerkennung für seine Arbeit zu bekommen. Aber mit dem Aufbau meines technischen Wissens kam auch mehr und mehr die Selbstsicherheit den Kollegen gegenüber, meine Meinung zu vertreten. So ist es definitiv möglich, sich einen gewissen fachlichen Status zu erarbeiten – auch als Frau und als ehemalige Schneidermeisterin“.

Die Damen sind stolz, dass sie diesen „Break-even-point“ erreicht haben: „Wir werden von Kollegen und von Kunden ernst genommen und wertgeschätzt. Es war definitiv mehr Aufwand, das als (branchenfremde) Frau zu erreichen, aber wir haben es geschafft.“

Lustige Anekdote am Ende: Beide erzählen, dass es ihnen nicht nur einmal passiert ist, dass jemand angerufen hat und gefragt hat, ob denn nicht auch ein männlicher Kollege als Ansprechpartner zur Verfügung stehen würde. „Die Akzeptanz, die wir im Unternehmen haben, hat wohl in anderen Betrieben noch ein bisschen Aufholbedarf“, schmunzeln die beiden Sales Engineers.

Wer mehr über die Ventilatoren  bzw. Förderorgane von Scheuch erfahren will, klickt gerne auf einen dieser beiden Links:

Ventilatoren: https://www.scheuch.com/produkte-loesungen/ventilatoren/

Förderorgane: https://www.scheuch.com/produkte-loesungen/foerderorgane/